Montag, 26. Juni 2017

Diener des Systems – ein markanter Post



Am gestrigen Nachmittag setzte sich Sasha auf der Veranda zu mir hin.
„Ich kann nichts dafür, was irgendwelche Elitären so tun. Ich bin nur ein Diener des Systems. Deshalb brachte ich dich nach Jerusalem. Tut mir leid.“, rechtfertigte er sich vor mir. Die Züge seines Gesichtes zeigten ehrliches Bedauern. „Ich hatte den Auftrag NUR deinetwegen angenommen. Mich dafür entschieden, als ich dein Foto sah.“
Selbsternannte Elitäre.“, berichtigte ich ihn.
„Aber sie haben viel erreicht. Meinst du nicht? Sind gut dabei. Und wäre es nicht toll dazu zu gehören?“ An dieser Stelle zwinkerte er mir zu. „Zumal DU jedes Recht dazu hättest eine von uns zu sein.“
Von UNS??? Auf seine letzten beiden Sätze ging ich schlichtweg überhaupt nicht ein. Redete ihm stattdessen ins Gewissen. „Wobei sind sie GUT? Selbstsüchtig, geldgierig und machtbesessen zu sein? Die Kontrolle über restlos ALLES übernehmen zu wollen? Sogar über das Leben selbst? WER tut so etwas? Menschen, die von Gott auserwählt sein wollen? Oder denken die Lizenz zu haben, tun zu können, was immer sie wollen. Heißt du dergleichen etwa gut?“
Ein lautes Ausatmen war zu hören. Sasha zog die Brauen hoch und presste die Lippen aufeinander. „Sie tun was sie tun und was alle tun. Wir müssen uns doch schließlich in der Welt behaupten. Wo wir zerstreut in alle Winde sind.“
„Behaupten!? Ihr versucht schon seit langem die absolute Kontrolle über die Welt zu erlangen und scheint mir in der Endphase zu sein.“
Erneut ein Schnaufen. „Du schaust eindeutig zu viele von diesen you tube Videos.“, sagte er mit ein wenig Zynik in der Stimme.
„Oh NEIN! Viele Menschen haben es mittlerweile erkannt was hier läuft. Nur sind die Plutokraten, die selbsternannten Elitären  bereits so mächtig wie mir scheint, dass kaum jemand mehr wagt, gegen sie aufzubegehren und WENN, dann lebt er nicht mehr lang. Ich weise hier gern auf Marilyn Monroe und Michael Jackson hin. Oder auch John Lennon und vor allem Kennedy. Als vier der berühmtesten Exemplare Mensch, die es wagten, gegen das Establishment zu reden. NUR zu reden. Sie wussten schlichtweg zu viel. Waren zu gefährlich für die selbsternannten Elitären, alldieweil sie Einfluss auf die Menschen hatten als deren Idole oder Pop-Ikonen. Und was ist mit den Whistleblowern? Wo sind sie geblieben? Snowden und vor allem der bemitleidenswerte Julien Assange, mit samt dieser verlogenen Klage am Hals, die beide flüchten mussten.“, redete ich mich in Rage, weil es ein Thema ist, welches mich bewegt und welches mir am Herzen liegt.
„Vielleicht solltest du einmal deine Prioritäten prüfen. Auf welche Seite du gehörst. Und dann können wir weiter reden. Hast du nicht selbst ein Unternehmen?“
„Welches andauernd pleitegeht, weil ich zu gutherzig bin. Ohne Wanjas Unterstützung wäre ich schon längst am Ende.“
„Du könntest eine der ganz Großen sein.“
„Aber nicht zu diesem Preis, meine Seele zu verkaufen! Gibt es tatsächlich eine FRAU unter den Juden, die Größe hat? Die etwas gilt? Es sind doch NUR die Männer die mächtig sind. Frauen sind Beiwerk, Zuarbeiterinnen, welche die Absichten und Handlungen der Männer wohlwollend unterstützen. Das Judentum ist eine durch und durch patriarchale Religion. Selbst an der Klagemauer kämpfen die Frauen noch immer um die Gleichberechtigung. Du meine Güte! In welchem Jahrhundert leben wir denn?“
„Aber Rabbinerinnen gibt es schon.“, kamen nun verteidigende Worte von ihm. „Die Katholiken sind doch ebenfalls nicht besser. Oder sitzt im Vatikan etwa eine Frau. NEIN. Frauen ist der Zutritt dort weitestgehend verboten. Also, in welchem Jahrhundert leben wir denn?“, glaubte er zu kontern.
„Natürlich arbeiten Frauen im Vatikan. Aber, zum einen bin ich weder Katholikin, noch Christin noch Protestantin noch Buddhistin noch gehöre ich sonst einer Religion an. Zum anderen sind dies allesamt patriarchale Religionen, von Männern gegen Frauen und für Männer gemacht. Und dieser Scheiß läuft bereits seit über sechstausend Jahren. Verdammt noch mal!“, bäumte ich mich auf und wurde sogar noch flätig.
„An WAS glaubst du dann?“, fragte Sasha ruhig und sachlich weiter.
„An die Natur, die alles erschaffende Göttin. An die Kraft des Weiblichen, welche das Menschengeschlecht hält mit all ihren täglichen Mühen. Sei es das Gebären von Menschen selbst, das kein Mann zustande bringt, oder das Erhalten des Lebens.“
„Und WAS ist für dich das Göttliche?“
„Der göttliche Funke in uns selbst, den wir alle in uns haben. Wir sind alle ein Stück von Gott, der Göttin, oder wie man es auch bezeichnen mag. Und hier komme ich auf die Machenschaften dieser selbsternannten Elitären zurück, damit sich der Kreis nun schließt. Diese wenigen Leute kontrollieren das Leben aller anderen in IHREM Sinn. Den Menschen wird von Kindesbeinen aberzogen, dass sie göttlich sind. Die Erinnerungen daran gestohlen, um-konditioniert in Schulen und Universitäten, und auf körperlicher Ebene alles getan, um die Menschen in Ketten zu halten. Dazu gehört beispielweise und vor allem das Vergiften der Zirbeldrüse, die das Organ der Anbindung an das Göttliche ist. Wir werden geistig in Angst und Schrecken gehalten, in Kriege gestürzt, die unzählige Leben kosten und niemand anderen dienen, als den selbst ernannten Elitären. Geist und Seele werden zugemüllt durch die Medien und oft radikalisiert durch die Religionen, die sogar noch denken unsere Seele zu kaufen, zu versklaven und für sich in Anspruch nehmen zu können. Was sind das überhaupt für abartige Leute, die so etwas tun? Und DU nimmst tatsächlich an, ICH will zu dergleichen gehören??? Nur, um im Augenblick ein wenig mächtiger zu sein, oder mich nur SO zu fühlen? NEIN!“
Ich atmete kräftig durch, um dann noch einmal konkreter anzusetzen, was Sasha selbst betraf. „Und DU denkst, aufgrund deines Glaubens, zu so einer Sorte Mensch dazu zu gehören und meinst es sei gut? Sasha, hast du überhaupt ein Gewissen?“
Sasha schwieg und ich sprach weiter.
„Zudem sagtest du es bereits selbst, du bist ein DIENER des SYSTEMS. Nichts weiter. Und auch wenn du deren Glaubens bist und wähnst dazuzugehören, würden diese selbsternannten Elitären nicht zögern dich zu opfern, wenn es ihnen nützt.“
NEIN! SO ist das nicht!“, wehrte er sich dann doch.
Wie dann?
„WIR sind genauso eine Religion wie jede andere.“, schwenkte er, meiner Meinung nach, ein wenig um.
„Ja, und jede für sich beansprucht DIE RICHTIGE zu sein, die von Gott Auserwählte. Oder was? DAS ist doch absurd! Die Moslime denken genau das gleiche und sind zudem noch offen radikal. Wollen ebenso auf schonungsloseste und inhumanste Weise, die gesamte Welt erobern. Alle Länder mit dem Gesetzt der Scharia überziehen. Nur werden selbst die Muslime von dem Establishment gesteuert. Derzeit werden Christen und Muslime aufeinander gehetzt. Alles wird über Geld reguliert und hingebogen, über Schuld-en und Erpressungen einkassiert und Denkensweisen etabliert.“
„Und das weißt du alles?“
„Du offenbar nicht.“
„Und wenn doch?“
„Dann frage ich mich WER du bist. Und ob du nicht vielleicht noch immer einen Auftrag verfolgst.“
„Also zweifelst du an meiner Liebe?“ Sasha war sichtlich beleidigt und lenkte nun die Unterhaltung auf das Persönliche um, um mir auszuweichen, wie anzunehmen war.
„Nein. Das nicht. Du bist schließlich auch nur ein Mensch. Und ich glaube dir, wenn du sagst, dass du mich liebst.“

Ich lernte Sasha mögen. Zweifelsohne ist das wahr. Womöglich ist sogar ein wenig Liebe mit im Spiel. Das mag gut sein. Dennoch sind da unüberbrückbare Gegensätze zu verzeichnen, welche ich NICHT zu ignorieren vermag und die immer wieder zu aufreibenden Diskussionen führen. Und ER wird mich niemals davon überzeugen, dass ICH zu solcherlei  gewissen- und skrupellosen Leuten gehöre oder überlaufen soll! Unmöglich! Ich bin mitnichten SO, wie diese Leute!
Riskierte ich mit meinem Verhalten Sasha gegenüber etwa eine erneute Entführung? Oder Schlimmeres? Sollte ich womöglich besser schweigen? Nicht mehr debattieren? Solche Themen aussparen, wenn wir zusammen sind? DAS wäre äußerst verlogen! Und ich kann das nicht! Punkt!

Nach einer Weile des Schweigens, sagte Sasha dann noch zu mir: „Du kannst streiten und dementieren wie du möchtest. In jedem Fall bist du Rea, eine von uns und wirst früher oder später deiner Bestimmung folgen, deinen Platz in unseren Reihen wissend ergreifen und einsichtig erkennen, dass du zu mir gehörst. Du musst endlich deinen Standpunkt, deine Denkensweise ändern.“, wurde Sasha dann noch einmal eindringlich-er und für meine Verhältnisse doch recht rabiat. Wie viel Sturheit steckte hinter diesen Worten??? Wie viel Vehemenz? Und zu welchem Zweck vor allem?


Und dann doch noch das spontane Ineinander im Stehen etwas später im Haus und ein Zweites, als ich aus der Dusche kam, bei welchem er mir zu Beginn allerdings so la, la leicht weg getan hatte, aufgrund der Größe seines Penis und der anfänglichen Trockenheit. Und ich vermute, es war gleichwohl eine kleine Portion Verbitterung/Verdruss dabei, aufgrund unserer Debatte. Allerdings war ich ebenso NICHT auf seinen Vorschlag des vorausgehenden Fellatios eingegangen, der letztendlich das in mich Eindringen erleichtert hätte.

Zum Abschluss des Abends sahen wir gemeinsam fern ….und ich konnte nicht enden, Sasha immer wieder auf alles Mögliche hinzuweisen, dass gerade Hollywood mit seinen Filmen, welche jedes Land erreichen, DAS Sprachrohr des Establishments sei, welches offensichtlich eigens dafür eingerichtet wurde, um deren Lügen weltweit zu verbreiten. So auch über die Germanen, die Deutschen beispielsweise.

Er dementierte alles was ich sagte, mit der Verschwörungs-Theorie.

„Willst du es nicht endlich gut sein lassen?" Sasha war gereizt und ICH setzte zum Finale an.
"Ihr stellt euch stets als Opfer dar. Zeigt mit dem Finger auf andere uns seid doch selbst die aller Schlimmsten.“ Ich ließ alles raus, was mich in dieser Hinsicht bewegte, was Sasha schließlich wütend werden ließ. 
"Wieso setzte du alle von uns und auch mich, mit dem Establishment gleich? Wir ALLE wollen doch NUR leben." 
Noch ein wenig debattieren hin und her und dann war Schluss.
Dementsprechend war die Nacht. Kühl, schweigsam und distanziert.

War es das wert???



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Gleichwohl nach dem Erwachen und beim Frühstück wollte die Mauer zwischen uns nicht weichen. Sie war wohl aufgebaut (von mir!) und zu hoch, oder zu kompakt, um sie in Kürze wieder einzureißen.
Aber das war mir verdammt noch mal egal. Ich selbst war ebenso noch wütend. Punkt!
Zudem nehme ich gleichwohl an, dass unser, Sashas und mein Zusammensein, alsbald endet. Alldieweil Gunnar in Kürze zurückkehren wird. Mit IHM, meinem Ehemann, bestreite ich keine derartigen Debatten. WIR beide sind in beinahe allen Dingen einer Meinung. Nur in einer Hinsicht nicht, und DIE betrifft Alexa. Andere Frauen vermag ich nun nicht mehr zu sagen. Denn Gunnar selbst weiß wo der/sein Fehler liegt. Tat und tut einiges dafür, dass er sich ändert.

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Kevin hatte mich angerufen wegen geschäftlicher Belange, noch bevor ich mich mit Sasha auf den Weg zum Restaurant begab. 
Er sprach gleichwohl seine/unsere Heilerfolge an und war doch recht enthusiastisch. „Du musst das sehen!“, sprach er mit Begeisterung. „Mein großer Zeh bewegt sich! Und wann kommst du endlich?“
„Hast du etwa Sehnsucht nach mir?“, flirtete ich ein wenig.
„Natürlich. Fortwährend. Was denkst du denn?“, sagte er und sprach von Küssen, welche er mir geben wolle.
„Aber nicht, wenn deine Frau dazukommen könnte.“, witzelte ich.
„Im Büro ist sie jedenfalls nicht. Also komm‘!“, forderte er mich beinahe drängend auf.


Als wir, Sasha und ich, dann beim Frühstück saßen, kam Sarah an meinen Tisch und ich bot ihr selbstverständlich an, sich hin zu setzen. Redete noch bewusster Weise, um Korrektheit und Manierlichkeit, dem Anstand entsprechend, zu demonstrieren, in einem moderaten und sogar etwas vertraulichen Ton, jedoch mit angemessenem, distanzierten Verhalten, wie es sich eben gehört, mit Sasha. Dann wandte ich mich ihr zu. „Um was geht es denn?“, fragte ich sie schließlich.
Sie blies die Backen auf. „Na ja, ich wollte dir nur sagen, dass Derek immer mehr von seinen Freunden hier her holt. Ich dachte es sei vereinbart….“, nun sah sie mich skeptisch an und redete zaghaft weiter, „……dass er keine Partys mit seinen Freunden hier im Zentrum feiert.“
„Waren sie laut? Und wie viele waren es denn?“
„Das Mädchen war dabei. Aber nicht die Fußballspielerin, und gestern waren es fünf seiner Freunde. Zwei Tage zuvor waren es nur drei.“ Sarah  schien nun nachzudenken. „Laut waren sie nicht wirklich. Aber wenn fünf Männer labern und zwei Frauen sind dabei, ist es auch nicht gerade leise.“
„Hat sich jemand beschwert?“
„Nein.“
Ich biss mir auf die Lippe und war am Denken. WIE verfahre ich nun mit ihm? Mit Derek. „Sarah“, sagte ich dann zu ihr, „lassen wir ihn. Kommt es allerdings noch öfter vor, werde ich noch einmal mit ihm reden. Und WER waren denn die andere Frau?“, fragte ich, alldieweil es mich natürlich interessierte.
„Rochelle.“
„Oh!“, rief ich ein wenig verwundert aus. „Es scheint mir so, als kommen sich die beiden Frauen in die Quere. Weißt du eigentlich WER diese Junge ist?“
„Ich hörte, Jasmin Banoli heißt sie wohl.“
„Ist das Mädchen überhaupt schon zwanzig?“
„Vielleicht gerade so.“
„Nun, okay, wenn er jetzt auf Junge steht, mag er seinen Spaß ruhig daran haben. Ich frage mich nur, warum er das tut? Er hat sich so verändert. Er ist nicht mehr der Derek, den ich einmal kannte.“
„Sarah lächelte mich an. „Kanntest du ihn wirklich?“
„Nun, er ist in jedem Fall KEIN schlechter Mensch. Hat sich zu Beginn sicherlich zurückgenommen und nun, tja, NUN…. lässt er seinen Begierden freien Lauf. Wie es Männer doch sehr oft tun.“
Sasha grinste. Sagte jedoch nichts. Hörte uns beiden Frauen einfach nur zu.
„Und weißt du was?“, nun kratzte sie sich verlegen an ihrer Stirn, „Er ist zu spät gekommen. So etwa eine halbe Stunde.“
Ich hob die Arme und zuckte mit den Schultern. „Lassen wir es ihm dieses eine Mal ruhig durchgehen. Für jeden gibt es Tage, an welchen er nicht aufstehen mag.“
Sasha begleitete mich noch zum Büro, wo Kevin auf mich wartete, der nichts anderes weiter zu tun hatte, als mich in einem günstigen Augenblick innigst zu küssen und zu Liebkosen.
Er atmete erleichtert aus. „Das hat mir so gefehlt!“ Und dann zeigte er mir noch seine Heilerfolge. Er war tatsächlich wieder in der Lage, seinen großen Zeh selbst zu bewegen. Das gibt Hoffnung auf MEHR!! Und ich gönne es ihm von ganzem Herzen!!!
Ich freute mich so mit ihm!
Er riet mir dann noch, den Juden aufzugeben.
„Ich weiß, dass es keine Zukunft hat.“, sagte ich zu ihm, was ihn lächeln lies.

Im Büro schrieb ich gleichwohl an diesem Post so nebenher und ging dann mit Kevin essen. Nur sein Pfleger war dabei. Beinahe wie in alten Zeiten.
„Ich gehe dann noch zur Kosmetik.“, sagte ich zu ihm, um mich abzumelden.
Er winkte ab. „Ach, ihr Frauen. Warst du nicht erst gewesen?“ Er lachte laut.
Sasha hatte ich nicht angerufen. Womöglich war es besser, nicht jede Minute mit ihm zu verbringen und aufgrund unserer Debatte von gestern, ein wenig mehr Zeit verstreichen zu lassen, bis wir uns wiedersehen.

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Nach der Kosmetik war mir nicht mehr nach Büro zumute. Ich ging nach Hause, um zu schreiben. Bestellte mir einen Kaffee dorthin. Zwischendurch hatte mich Sasha angerufen. Mir gesagt, dass er Schwimmen war. Und wir waren uns darin einig, dass auch jeder seine Zeit für sich beanspruchen kann. Zumal ich hier im Zentrum doch einigen Verpflichtungen nachzukommen habe.
„Es tut mir leid. Ich…..“, stotterte ich ein wenig.
„Kein Problem. Wenn du magst, komme ich dann hinüber.“ Ich stimmte dem selbstredend zu. Was sonst. Denn ich fühlte mich doch nun einigermaßen erbärmlich, weil ich so rigoros im Vertreten meiner Ansichten ihm gegenüber gewesen war.
Als er dann kam, entschuldigte ich mich noch einmal.
Er legte seine Arme von hinten um meinen Körper und küsste mich. „Ist schon gut. Kein Problem. Vielleicht überdenkst du noch einmal dein Gesagtes und wir beginnen von vorn.“
Hüstel!  Schluck! Räusper! Erstaunt sei, über seine Vehemenz! WAS soll man DAZU sagen??? Er denkt tatsächlich, er hat Recht!
WOW! Welche Hypris!!! WAS glaubt er damit zu erreichen? Denkt er tatsächlich, ich würde meine Meinung ändern? Aus seinen Worten höre ich immer wieder heraus, dass er mich am aller liebsten erneut mit nach Israel nähme, um dort mit mir DAS Leben zu leben, welches ER sich für MICH/für UNS vorgestellt hat. Es ist zu vermuten, dass er darum kämpfen wird, zu bekommen, was er denkt es wäre sein.
Aber gut, im Grunde weiß ich nun nicht wirklich, ob Sasha noch immer im Auftrag handelt, oder in der Tat an mir ein echtes Interesse hat. Möglich ist in jedem Fall alles.
Gunnar hat sich bis jetzt nicht noch einmal gemeldet. Ich hoffe, er ist bereits auf dem Flug hier her.

So, nun, heute ist es wieder viel zu viel geworden…………………..smile…..



Sonntag, 25. Juni 2017

Von Stolz und Verweigerung



Zuweilen denke ich darüber nach, wie es sein muss „über zu laufen“, in das Lager der selbsternannten Elitären und ich hasse mich  für derlei Abstraktion!
Allerdings, WIE muss das Gefühl wohl sein, sich als „auserwählt“ zu wähnen? Den Stolz fördert es allemal. Sowie die Allmacht und das Erhabenheitsgefühl. Die Lizenz von Gott, zu tun was immer man will. Verlogen/doppelzüngig (an Echsen angelehnt, NICHT Schlangen!), heuchlerisch und intrigant zu sein. Jedoch, ist DAS etwa wünschenswert? Ist dies edel-mütig? Wohl kaum. (Würde ich hier an Karma glauben, WIE würde deren wohl aussehen?) WIE könnte ich je stolz darauf sein, alle anderen Menschen zu verachten und als Vieh anzusehen? Und noch viel Schlimmeres……
Nun gut, mag sein, da gäbe es sicherlich welche, die dem zweifelsohne entsprächen (Vieh). Jedoch Vieh ist noch viel menschlicher als radikalisierte, zum Hassen und Töten konditionierte Menschen (?). In diesem Fall hat man wohl Recht, mit dem Vieh. Denn sie sind noch weniger als das. In dieser Hinsicht erfahre ich von Sasha vollste Zustimmung. ER würde es so gerne sehen, dass ich mich endlich besänne…..und bekenne, zu DEM, was ich seiner Meinung nach bin. Jüdischer Abstammung. Jedoch dementiere ich diese vehement! Alldieweil mir der Gedanke regelrecht missfällt und widerstrebt. Tut mir leid.
Wenn ich mich so ungestüm und heftig verwehre, so impulsiv diskutiere, lacht Sasha stets.
„Es scheint dich offenbar zu amüsieren?“, werde ich dann noch wütender.
„Rea, du siehst es noch ein. Du wirst sehen. Und WAS wirfst du mir eigentlich vor? Ich krümme doch niemanden auch nur ein Haar. Bin freundlich und……“, an dieser Stelle grinst er mich an, ….“in dich verliebt.“
OMG!
„Leute wie du lassen tun.“, wagte ich mich vor. Obwohl ich wusste, dass meine Worte in diesem Zusammenhang beleidigend für ihn sein mussten.
„Leute wie du lassen ebenfalls TUN.“, konterte er.
„Jedoch nicht SO!“
„Wie SO?“
„Oh (!), DU weißt genau, was ich damit sagen will. Bösartiger Weise. Ich bin wohlwollend zu meinen Angestellten und immer für sie da. Ich verachte sie nicht. Im Grunde niemanden, der mir nichts Böses will. Außer Anhängern Frauen feindlicher Religionen…… selbstverständlich!“ Augenzwinker! „Sehe meine Angestellten nicht als…..du weißt schon was an.“ Hätte ich die Worte niedrig oder gewöhnlich ausgesprochen, wäre es eine Lüge gewesen. Dennoch sind sie für mich keine Gojims, sondern fühlende Wesen, die im Kern dasselbe sind, wie ich selbst. Energetische Geschöpfe des Göttlichen.
„Auch für mich sind selbst Tiere fühlende Wesen. Was denkst du eigentlich von mir?“, verteidigte er sich nun.
„Dass du mich anlügst.“, rutschte es mir in der Hitze der Debatte heraus. „Ich weiß, dass es bei euch penible Gesetze gibt, die das Essen betreffen. Das Schächten gehört ebenfalls dazu. Genau aus diesem Grund habe ich niemals Fleisch gegessen, als ich mit dir in Israel war. Wie könnte ich den Schmerz der Tiere aufnehmen, der ihnen angetan wird?? Ist euch DAS nicht bewusst??? Es ist Tierquälerei!!! Und die Muslime sind nicht besser als ihr.“
„Vergleiche UNS, vergleiche MICH nicht mit Muslimen!“, warf er nun doch etwas aufgebracht ein.
„Und steht es nicht im Widerspruch zu dem, zu eurem Gesetz, dass man keine Tiere essen soll, die qualvoll verenden, was schächten ist. WER hat sich solche Widersinnigkeiten ausgedacht? Fragezeichen?“, sprach ich schlicht und einfach weiter, weil es mir ein Anliegen war für die geschundenen Tiere zu sprechen.
„Wir haben diese Gesetze nun einmal zu erfüllen, weil G-tt es so will. Wir hinterfragen nicht den Sinn. Es steht so geschrieben in der Tora.“, sagte Sasha schließlich und wurde ernst.
Oh, oh!! Er bekennt sich nun doch erneut und uneingeschränkt (?) zum jüdischen Glauben. DAS nur einmal so als Feststellung. Genau genommen dachte ich, er sei moderat-er.
„Tja nun, hier isst du ebenso Speisen, die von Nichtjuden zubereitet sind. Ist dies nicht gleichermaßen eine Verletzung dieser Gesetze?“
„Willst du tatsächlich mehr darüber wissen?“, beantwortete Sasha nun meine Frage nicht mehr. Stattdessen schien er mir auszuweichen. „Offenbar kennst du dich doch bereits zur Genüge aus.“
„Nein. Ich habe ausschließlich etwas darüber gelesen. Nichts weiter.“
„Aus welchem Grund beschäftigst du dich dann überhaupt damit?“ Sashas Augen sprühten gereizte Funken. Jedoch hielt er sich noch immer zurück. Das sah ich in seinen Blick, der eine gewisse Ausweglosigkeit signalisierte. Denn tatsächlich zornig gedachte er sicherlich nicht zu werden.
„Ich bin der Meinung, dass man seine Feinde besser kennen sollte als seine Freunde.“
„OH! Bin ICH jetzt DEIN Feind?“ Er schnaufte. Legte die Stirn in Falten. Drehte ab und wieder zurück. „Ich dachte du liebst mich.“
Sasha lief unruhig hin und her. Eine kleine Pause entstand und dann redete er weiter. Kam erneut auf dieses für mich so unangenehme Thema zurück.
„Und nehme doch endlich an, was du bist.“, sagte er eindringlich-er. „Dann wäre es für alle leichter.“
Ich stutze. „WER sind ALLE?“
„Für mich, für meine Eltern und vor allem für dich selbst.“
„Nein. Verdammt noch mal!“, fauchte ich ihn an. „Ich besitze Papiere, die beweisen, dass ich keine……“
„WAS beweisen sie denn?“, Sasha hatte mir schlichtweg das Wort abgeschnitten. „Möglicherweise sind sie gefälscht, sodass deine Familie im dritten Reich damit überleben konnte. Hast du daran schon einmal gedacht?“
„Du Lügner! Du manipulierst mich doch!“ Nun war es in der Tat genug!!! Ich war so derart zornig, dass ich ihn hätte ohrfeigen können. WAS dachte ER sich nur? Meine Ahnen waren doch keine Pharisäer oder Urkundenfälscher! Eine Unmöglichkeit! Man stand doch schließlich zu DEM, was man ist und war stolz darauf germanischer Herkunft zu sein.
Sasha lächelte nun, als wäre ihm eine Genugtuung widerfahren. Und ich wusste, er hatte in meinem Kopf gelesen was ich dachte. WIE konnte ich nur noch einem Mann begegnen, der dies beherrscht? Eigenartig! Ich muss irgendetwas an mir haben, was für Männer dieses Schlages anziehend wirkt.
„So wie DU stolz darauf bist, vermeintlich germanischer Abstammung zu sein, bin auch ICH es…..“
„…..dich von Gott als auserwählt zu wähnen.“, war ich es nun gewesen, die ihn nicht ausreden ließ und seinen Satz beendete.
Er lachte. „Fühlst du es nicht?“
„WAS?“
„Du bist vom gleichen Schlag, vom gleichen Stamm wie ich!“
„Mag sein, dass ich gleichermaßen eine gute Kinderstube aufzuweisen habe und mir das Erhabene, Majestätische und Gebieterische im Blute liegt, in den mitgegebenen Genen so zu sagen. Dennoch geht es MIR NICHT um ein Glaubensgerüst und deren einzuhaltende Regeln, die ich vehement befolgen muss und auf welches ich mein Leben, mein Sein in dieser Welt aufzubauen gedenke. Ich bin hinein geboren in das Herz der germanischen Welt mit einem druidischen Kelten als Mann.“
„Na dann passt doch alles für dich.“ Sasha war sauer. Gunnar hätte ich in diesem Zusammenhang besser NICHT erwähnen sollen. Oha!
Betretene Stille herrschte nun. Womöglich war ich doch ein wenig über das Ziel hinaus geschossen.
Es war eine so unsägliche Diskussion, die an den Nerven zerrte. Hin und her gerissen zwischen Wissensdurst und Ablehnung. Aus Sashas Sicht war es wohl viel mehr der Drahtseilakt zwischen Liebe und Zorn.
Angesichts dieser Debatte gab es keine Intimitäten. Weder gestern  Abend noch heute Morgen. Und es wurde selbstredend später als wir planten, mit dem Schlafengehen. Dafür wurde am Morgen ausgeschlafen bis zehn, wo wir umgehend zum Restaurant aufbrachen. Böse waren wir nicht mehr aufeinander. Sondern gingen doch eher wieder überaus liebevoll miteinander um.

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Gunnar hatte sich nicht mehr gemeldet. Ich vertraue jedoch seinem Wort und der Absicht, doch alsbald zurück zu mir zu kommen.

Als ich Derek heute Morgen sah, mit seiner Mutter Magdalena und diesem jungen Mädchen, wer immer sie auch ist, fühlte ich erstaunlicher Weise keine Liebe, sondern eher Erleichterung UND war stolz auf den Begleiter an meiner Seite. Sasha Orlikow Galil Ben David.
Dennoch ist es für mich noch immer eine recht eigenartige Vorstellung daran zu denken, zukünftig mit Sasha zusammen zu sein. Nein. Oh nein! Ich liebe meinen Mann.



Samstag, 24. Juni 2017

Absichten.....



Ich muss fortwährend an Derek denken. Er fällt mir schwer, ihn SO zu sehen, mit den vielen Frauen…..genau wie Gunnar einst. Wieso tun Männer das? Wäre Gunnar mir ein treuer Ehemann, bräuchte ich niemand anderen! Weder Derek, noch Sasha oder irgendeinen anderen. Punkt!

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So spät wie gestern, es war um drei Uhr, bin ich lange nicht mehr zu Bett gegangen. Wirklich müde war ich vorerst nicht. Ich hatte ein langes Gespräch mit Marie und dann skypte ich noch eine Weile mit Gunnar. Er fragte mich NICHT, mit WEM ich zusammen bin! Ob er es weiß, dass es Sasha ist? Vermutlich schon und womöglich wird er auch aus diesem Grunde darauf drängen zurückzukommen. Nicht allzu lange in Kalifornien zu verweilen. DENN……ich dachte mir so,  WENN Gunnar sich doch von Alexa überreden lässt länger dort zu bleiben, nun, dann werde ich vermutlich nicht mehr hier zugegen sein, wenn er wieder kommt. Sasha gegenüber erwähnte ich allerdings noch nichts davon. Er soll nicht unnötig in Hoffnungen schwelgen, dass ich womöglich erneut, und dieses Mal freiwillig, mit ihm nach Israel reise. Jedes Mal, wenn Sasha und ich über derartiges reden, sage ich ihm, dass es mir dort nicht gefällt. Und im Grunde ist es auch so.
Nun, als ich am Bildschirm mit Gunnar skypte, sollte ich („Männchen machen“) Alexa grüßen. Freundlichst am besten noch. Sie wollte sich sogar mit mir unterhalten (Aber ich nicht mit ihr!), grinste in die Kamera und winkte mir (dreist) fröhlich zu. Am liebsten hätte ich sie…….(abgestochen) in der Luft zerrissen.
Gunnar sagte mir, dass er selbst darauf drängt schnellst möglichst abzureisen. Alexa will allerdings noch nicht und genauso DAS dachte ich mir. Er hätte ihr maximal noch zwei Tage zugestanden. Ihr gesagt, dass er ausschließlich gekommen sei, um sie und seinen Sohn sicher nach Hause zu holen, und dass spätestens am dritten Tag die Abreise sei.
Nun, diese Frist will ich meinem Mann (mit seiner Mätresse) noch lassen. Kommt er dann nicht zurück, bin ich weg.